Mittwoch, 25. September 2019

Tragt! Eure! Motorradbekleidung!

Tragt! Eure! Motorradbekleidung!


Eine jüngst veröffentlichte Studie der Unfallforschung der Versicherer hat bei vielen Motorradfahrerinnen und -fahrern für Unsicherheit gesorgt. Stellt diese Studie doch herkömmliche Motorradbekleidung hinsichtlich ihrer Schutzwirkung bei höheren Geschwindigkeiten infrage.
Wir möchten an dieser Stelle dringend aufklären:

Jeder Motorradfahrer ist mit Motorradbekleidung besser geschützt unterwegs als ohne! Und das bei jeder Geschwindigkeit.

Eine Lederkombi oder ein vergleichbarer Textilanzug werden in nahezu jeder Unfall- und Sturzsituation die Verletzungsfolgen des Unfalls reduzieren. Dabei wird sicherlich jedem klar sein, dass die schützenden Ausrüstungskomponenten von Kopf bis Fuß kein Allheilmittel in jeder Situation darstellen. Alles hat seine Grenzen, sogar die Blech-Karosse, die den Pkw-Fahrer umgibt. Auch Insassen von Pkw verunglücken. Dennoch stellt niemand den Sinn der Pkw-Knautschzone infrage.

Das Tragen von Motorradbekleidung ist immer ratsam. Doch oftmals heißt es bei schönem Wetter: „Wenn ich keine Motorradjacke trage, fahre ich aber besonders vorsichtig!“ oder „… ich fahre dann langsamer!“ oder „... ist doch nur eine kurze Strecke!“. Wetter- oder streckenlängen- oder geschwindigkeitsabhängiges Nutzungsverhalten ergibt keinen Sinn. Weiß der Pkw-Fahrer, der Sie übersieht doch nichts davon, ob Sie heute besonders vorsichtig unterwegs sind.

Wer also die Schutzwirkung von Motorradbekleidung relativiert und diskutiert in welchen Fällen sie hilfreich ist oder nicht, sei provokant gefragt: Welche Art eines Sturzes oder Anpralls planen Sie, wann und bei welcher Geschwindigkeit?

Von daher sollte nach wie vor jeder Motorradfahrende bei jeder Fahrt seine komplette Motorradausrüstung anlegen.

Quelle: IFZ.de

Sonntag, 1. September 2019

Neue Regelung zum Thema „Reifengröße“


Seit August 2019 gibt es eine neue Regelung hinsichtlich der Zulässigkeit von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern. Um konkreter zu werden: Wer eine andere Reifengröße fahren möchte, als in den Fahrzeugpapieren eingetragen, muss dies in Zukunft prüfen und eintragen lassen.

Bis dato war die Nutzung einer anderen Reifengröße in vielen Fällen mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des jeweiligen Reifenherstellers möglich. Da diese aber kein amtliches Dokument im Sinne der StVZO darstellt, und da die Legalität der Selbsterklärung der Reifenhersteller immer wieder in Frage gestellt wurde, sah sich das Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) genötigt, eine neue Vorgehensweise festzulegen.

Wird dementsprechend eine nicht eingetragene Reifengröße verwendet, könnte damit im konkreten Einzelfall die Betriebserlaubnis eines Kraftrades erloschen sein. Eine Begutachtung seitens einer technischen Prüfstelle wird deswegen nach der neuen Vorgabe des Verkehrsministeriums zukünftig zwingend erforderlich.

Nach erteilter Abnahme können die Fahrzeugpapiere bei der nächsten Gelegenheit auf der Zulassungsstelle geändert werden, solange ist die Bescheinigung der Anbauabnahme mitzuführen.

Für diese strengere Auslegung gibt es aber natürlich auch eine Übergangsphase. Die neue Regelung gilt nämlich erst für Reifen, die nach dem 31.12.2019 produziert werden. Reifen, die bis zu diesem Stichtag hergestellt wurden, dürfen vorerst auch weiterhin nach der alten Regelung (mit Unbedenklichkeitsbescheinigung) genutzt werden. Trotzdem kann es bei der nächsten Hauptuntersuchung zu Problemen kommen, da das Fahrzeug im Sinne der StVZO nicht völlig regelkonform ist. Wir empfehlen deswegen, im Vorfeld der nächsten HU die Anbauabnahme vorzubereiten.

Ab dem 01.01.2025 gilt die neue Regelung dann für alle Reifen, auch ältere Reifen sind dann nicht mehr einsetzbar.

(Als Herstellungsdatum gilt die DOT-Kennzeichnung auf dem Reifen, die die Kalenderwoche und das Jahr der Produktion angibt).

Quelle IFZ.

Donnerstag, 11. April 2019

Die unlösbare Inspektionsdeckelschraube....

..ist das große Grauen einer ganzen DR Mechaniker und Hobby- Mechaniker Generation 😖

Und lässt sich (zumindest fürs nächste Mal!) einfach vermeiden: Dieses Gewinde sichert sich auf Grund seiner hohen Reibung in den Gewindeflanken schon bei geringen Druck. Den übt der eingebaute O-Ring aus. Also lass diesen O-Ring auch nur sanft auf das Gewinde drücken. Benutze nicht die GROSSE Ratsche, weil die große Innensechskant- Nuss so gut drauf passt 😀...
Nimm eine kurze Verlängerung oder einen passenden Inbusschlüssel, greife den nur am "Stiel" an und ziehe fest. Reicht! - locker!



Achso locker...
Wenn die Schraube einmal "festgerammelt" ist, dann wird sie beim Öffnen "draufgehen".
Meist sind der zum öffnen vorgesehene Innensechskant oder Schlitz der Schraube sowieso schon "tot".
(Neue Schrauben haben wir natürlich im BIG SHOP, sogar die roten und blauen ZETA Schrauben!)

Die finale Methode, die zwar die Schraube zerstört, aber den Rest vom Bike und Motor am Leben lässt geht so:
Du brauchst einen mittelgroßen Hammer und einen spitzen Körner.
Setze den Körner nun ca. 5mm vom äußeren Rand an und schlage eine ca. 3mm Tiefe Kerbe in die Inspektionsdeckelschraube.
Danach drehe den Körner um ca 15-20 Grad so, dass ein weiteres Schlagen die Schraube öffnet. Durch die Schläge von oben und gleichzeitig zur Seite wird das Gewinde kurzzeitig entspannt, weil wir gegen den Gummiring schlagen. Die Reibung wird vermindert und die Schraube öffnet sich schrittweise.
Manchmal hab ich schon 3 lange Körnerspuren gezogen, aber damit auch jeden Deckel aufbekommen.
Na dann - viel Erfolg! 😎

Und dann ... schön neu!







Freitag, 8. März 2019

Dynojet KIT - yeaaaaaaah ...oder?

"Dynojet KIT" hat irgendwie einem Namen in der Szene. Viele verbinden das mit (gewünscht gewaltig... 😇) Mehrleistung bei geringsten Aufwand.
Und wie das so immer ist mit derart Gerüchten: Sie taugen nix.

Und beinahe ist das auch mit dem Dyno KIT so - was allerdings viele Ursachen hat. Und die hängen wieder alle mit falscher Bedüsung zusammen.

Wenn nämlich einen Dyno Kit mit einer neuen Düsennadel - welche sehr viel dünner ist als das Original - viel mehr Sprit im Teillastbereich rauslässt, so gilt das noch viel mehr für die Hauptdüse, die bei voller Drosselklappenöffnung deutlich mehr Durchlass bieten kann (abhängig von der gewählten Düse)
Lambda Sonde und Lambda Wert haben auch schon viele gehört. darunter versteckt sich die Aussage, das zu einem Teil Kraftstoff auch 14 Teile Luft dazu müssen: Wikipedia hilft

Also mixen hin oder her: Gibt´s deutlich mehr Kraftstoff, muss deutlich mehr Luft dazu!
Das bedeutet bei Deiner DR das der Luftfilterkasten "auf" muss. Das ist genauso illegal wie die Bedüsung ändern 😈😎.
Macht aber Spaß. Und mach es richtig!
Nicht seitlich öffnen, dort wird der ganze Kettendreck reingezogen. Oben den Gummischnorchel raus und daneben 50mm mit der Lochkreissäge ein zusätzliches, zweites Loch hinzufügen - das passt!

Mehr Luft rein  - die muss auch wieder raus. Schau Dich mal in unserm www.dr-big-shop.de um: Ein dicker Krümmer, GPR Aluminium ovale oder Leo Vince X3 sind optimale Abgas- Entsorger und eine gute Basis für den Dyno KIT.

Jetzt aber ran an den Vergaser!
Die Dynojet - Amis packen einen ziemlich wüsten MIX an Teilen rein: Einen Bohrer, Schraube, (um eine Plombe zu entfernen, die es nur in den USA gibt)  Hauptdüsen und das Sahnestück-  die neue Düsennadel samt Clip und Unterlegscheibe.

Davon nehmen wir eigentlich für das HRT - Dyno KIT nur die Nadel - welche wir leider nicht auf anderem Wege und bei anderen Hersteller bekommen.
Die neue Nadel kommt ohne den Kunststoffring unter dem Clip aus- der wird durch eine kleine Unterlegscheibe ersetzt.
Was beim Dyno KIT völlig fehlt, ist natürlich die individuelle Anpassung - es stehen zwar Empfehlungen für eine Hauptdüsen Größe drauf. Die sind (und das ist der Grund für viele Misserfolge nicht angepasster Kits) ziemlich wild kalkuliert und funktionieren unter den angegebenen Parametern kaum.
Wir packen passend zum Luftfilter/ kasten (Wunsch "Kasten" steht weiter oben 😊), Auspuffanlage und natürlich DR Modell das Dyno KIT mit unserem Düsensatz zusammen - dann wird´s ein -->>
GUTER MIX! by HRT (c)



Montag, 11. Februar 2019

Sturzhelm - Label - gilt auch ohne DR :-)

Helmverlust

Seit 1976 gilt sie, die Helmpflicht für Motorradfahrer in Deutschland. Seitdem hat sich in der Entwicklung der verschiedenen Helmtypen einiges getan. Mit Blick auf grundlegende Anforderungen müssen Helme gemäß ECE-Regelung bestimmte Kriterien erfüllen und sich letztendlich einer Prüfung unterziehen, um unter Beweis zu stellen, dass sie für den Straßenverkehr geeignet sind.

Die Information über die bestandene Prüfung liefert der Aufnäher am Kinnriemen oder im Futter (siehe Muster-Darstellung mit Erklärungen im Bild oben). Seit 2002 ist die fünfte Version der ECE-Regelung (ECE-R 22.05) gültig. ECE steht übrigens für „Economic Commission for Europe“. Diese Kommission definiert in der Regelung Nummer 22 die „einheitlichen Vorschriften für die Genehmigung der Schutzhelme für Fahrer und Mitfahrer von Motorrädern.

Soviel zur „Packungsbeilage“ Ihres Helms. Doch jetzt endlich zur Kernaussage dieses Wochenend-Checks:
Ein Helm kann im Fall eines Falles nur dann „ganze Arbeit leisten“, wenn er auch sachgemäß verschlossen ist. Doch wie ernst bzw. wie genau nehmen Motorradfahrer die Betätigung des Verschlusses? Der Großteil der Motorrad- und Rollerfahrenden in Deutschland verhält sich hier mittlerweile vorbildlich, wie jüngste Zahlen aus der Unfalldatenbank GIDAS belegen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Situation deutlich verbessert. 1985 war es beispielsweise noch jeder Achte, 2010 jeder Dreißigste und bis 2017 nur noch jeder Fünfzigste, der seinen Helm nicht verschlossen hatte.

So eng der Helm auch sitzen mag, ein verschlossener Kinnriemen ist unverzichtbar, wenn es darauf ankommt, den Helm im Ernstfall auf dem Kopf zu behalten. Während der Kinnriemen mit „Doppel-D-Ring-Verschluss“ bei jeder Nutzung durch das Festzurren optimal angepasst wird, sollte der stramme Sitz bei anderen Verschlusstypen regelmäßig kontrolliert und ggf. nachgestellt werden.

Quelle: ifz-Team

Dienstag, 20. November 2018

Der DR650SE SP46 LEERLAUFSCHALTER(-Bug)

Jede DR 650 hat einen! Den Leerlaufschalter, den Zwerg, welcher klein und schwarz im Motor klemmt, um dir mit der grünen Lampe im Cockpit anzuzeigen: kannst jetzt im Stand die Kupplung loslassen... 😎

Aber NUR die SP46 hat damit ein Problem. Genau genommen ist es nicht der Schalter selbst, nur seine schlampige Befestigung am Motorgehäuse der SP46.
Keine Ahnung, welcher irrsinnige Sparzwang die schicke, aufwändige Befestigungsschraube der alten DR 650 Motoren (SP41-45 Modelle)  - die hatte zusätzlich einen Federring mit Unterlegscheibe dran - gegen eine ganz einfach Schraube OHNE Scheibe und Federring getauscht hat.

Leerlaufschalter DR650 SP41-42-43-44-45



Das Ergebnis ist jedenfalls  - zusammen mit dem fehlenden Schraubenkleber - das sich diese Schrauben lose rappeln und im Ölsumpf abtauchen. Der Schalter rutscht zu Seite und lässt die dahinter liegende Feder und den Kontakt-Pin frei, die hoffentlich auch im Ölsumpf absacken und nicht noch mehr Zerstörung anrichten!

Diagnose? Ist einfach! Die Leerlauflampe leuchtet nicht (mehr) im Leerlauf, obwohl die Lampe selbst ganz ist und die Kabel samt Steckverbinder auch OK sind.

Dann muss der der Kupplungsdeckel ab, die Kupplung muss zerlegt und auch der Kupplungskorb ausgebaut werden -  dahinter versteckt sich der Leerlaufschalter.

Meine Empfehlung ist einfach: Nimm guten Schrauben  - des alten Modells, klebe sie mit Loctite 243 mittelfest ein, und das Problem ist gefixt.

Leerlaufschalter DR650SE SP46


Bevor es an das Zusammenschrauben geht, unbedingt den Ölsumpf nach "Flüchtlingen" absuchen!
Folgeschäden sind dann damit ausgeschlossen.

Materialbedarf
1x Schraubensatz Leerlaufschalter HRT
 http://www.dr-big-shop.de/1490.html
1x Kupplungsdeckeldichtung
http://www.dr-big-shop.de/721.html
Je nach Bedarf eine Kiste Bier, Zigaretten oder Schokolade für die Nerven
... und trotzdem etwas Geduld
Wir brauchen so um die 45 min - je nach Suchaktion. (der günstigste Fall ist ein lockerer, aber noch mit Schrauben gehaltener Schalter)

Montag, 5. November 2018

Scheinwerfer korrekt eingestellt?

Nachdem die Uhren an der Reihe waren, ist es jetzt vielleicht auch an der Zeit seinen Scheinwerfer zurückzustellen. Gerne wird insbesondere zur Urlaubszeit darauf hingewiesen, die Scheinwerfer zwecks Blendungsfreiheit anderer Verkehrsteilnehmer bei höherer Zuladung oder im Soziusbetrieb korrekt einzustellen. Doch wird anschließend auch der „Normalzustand“ wiederhergestellt? Gerade jetzt im Herbst, also der dunkleren Jahreszeit, ist es wichtig, die Scheinwerfer für eine optimale Ausleuchtung eingestellt zu haben. Unabhängig von der „Beladungseinstellung“ sollte der Scheinwerfer auf jeden Fall so eingestellt sein, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird!

Neuere Motorräder verfügen teilweise über automatische Leuchtweiten-Regulierungen, so dass eine eigene Überprüfung hier nicht notwendig ist. Wer solche Assistenz nicht an Bord hat, kann das selbst erledigen. Aber wie?

Benötigt werden dafür ein Bandmaß oder Gliedermaßstab („Zollstock“), Kreide oder Kreppband und eine zweite Person (Helfer). Das Motorrad wird nun auf ebenem Untergrund im rechten Winkel so vor eine Wand gestellt, dass der Abstand zwischen Scheinwerferglas und Wand exakt fünf Meter beträgt. Mit der Kreide oder dem Kreppband wird nun die verlängerte Längsachse des Motorrads senkrecht (vertikale blaue Linie in Skizze) an der Wand markiert. Bevor jetzt die Scheinwerferhöhe gemessen wird, sollte sich der Fahrer auf das Motorrad setzen (bei der Scheinwerfer-Einstellung für den Soziusbetrieb etc. ist an dieser Stelle die jeweilige Zuladung auf dem Motorrad mit von der Partie). Der Helfer misst jetzt die Höhe vom Boden bis zur Scheinwerfermitte und markiert an der Wand auf dieser Höhe einen Querstrich (horizontale orangefarbene Linie in Skizze). Genau fünf Zentimeter unter dieser Horizontalen wird parallel eine zweite Linie markiert (grüne Linie in Skizze). Jetzt wird überprüft … Die Hell-Dunkel-Grenze des an der Wand auftreffenden Scheinwerferlichts sollte genau auf der unteren Linie liegen. Ist dies nicht der Fall, muss der Scheinwerfer neu eingestellt werden (siehe Bedienungsanleitung). Bei dieser Gelegenheit bitte auch gleich das Fernlicht überprüfen. Hier sollte der hellste Punkt an der Wand genau im Schnittpunkt der vertikalen und oberen horizontalen Linie liegen.

Tipp: Eine Wand in einer (Tief-) Garage leistet dabei gute Dienste!

Das Prozedere klingt aufwändig, dauert aber nicht lange und ist gut investierte Zeit mit Blick auf die Verkehrssicherheit, denn oftmals sind es Kleinigkeiten, die kritische Situationen im Straßenverkehr bedingen. Selbstverständlich kann man auch zur Werkstatt um die Ecke fahren und das Ganze den Fachleuten überlassen. Neben der (sofern notwendigen) Leuchtweitenregulierung sollte die Funktionsprüfung der gesamten Lichtanlage für jede Fahrerin und jeden Fahrer zum regelmäßigen Standard-Check gehören (also auch Blinker, Rücklicht, Bremslicht und Kennzeichenbeleuchtung).

Quelle:



ifz-Team