Donnerstag, 10. September 2015

NGK Zündkerzen für die DR650 SP46

Für die DR650 werden 2 verschiedene Kerzentypen  - auch abhängig vom Baujahr - angegeben:

CR9E und CR10E 


Warum ist das so und welche soll ich nehmen?

Natürlich kann ich schauen was bereits eingebaut ist oder das Fahrer-/ Wartungshandbuch befragen. Wer es genauer wissen möchte, bekommt hier eine ausführliche Antwort:

Wärmewert und -kennzahl
Individuell zugeschnitten auf die unterschiedlichen Motorkonstruktionen und Fahrbedingungen muß eine zeitgemäße Zündkerze sein. So kann es eine Zündkerze, die in allen Motoren problemlos funktioniert, nicht geben.

Da die Temperaturentwicklung der jeweiligen Motoren im Brennraum unterschiedlich ist, braucht man deshalb Zündkerzen mit unterschiedlichen Wärmewerten. Ausgedrückt wird dieser Wärmewert durch die sogenannte Wärmewertkennzahl. Bei alten Einbereichszündkerzen wurden früher zwei- oder dreistellige Zahlenkombinationen verwendet, um die unterschiedlichen Wärmewerte anzugeben.

Diese Wärmewerte, ausgedrückt durch die Wärmewertkennzahl, stellen eine auf Elektroden und Isolator gemessene, jeweils der Motorbelastung entsprechende mittlere Temperatur dar. An der Isolatorspitze sollte die Betriebstemperatur zwischen 400°C und 850°C liegen. wobei Temperaturen von über 400°C deshalb anzustreben sind, da bei darüberliegenden Temperaturen die auf der Isolatorspitze sich absetzenden Ruß- oder Ölkohlebeläge auflösen und sich die Zündkerze so wieder selbst reinigt.

Über 850°C sollte allerdings die Temperatur am Isolator auch nicht liegen, könnten doch bei mehr als 900°C Glühzündungen auftreten. Außerdem werden bei extrem hohen Temperaturen die Elektroden zusätzlich durch chemisch-aggressive Verbindungen angegriffen oder zerstört. All dies hat nicht nur dazu geführt, daß die technische Weiterentwicklung wegführte von der alten Einbereichszündkerze hin zur modernen Mehrbereichszündkerze, mehr noch: Gerade die Entwicklung neuer Werkstoffe insbesondere für die Isolatoren oder die Verwendung hochwertiger Kupferkerne in den Mittelelektroden decken die heute erforderlichen Qualitätsstandards für diese weitgespannten Wärmewertbereiche ab.

Diese technischen Vorteile haben zu einer Änderung der Zündkerzen-bezeichnungsart geführt. So werden heute von modernen Herstellern wie NGK die Mehrbereichszündkerzen nur noch mit ein- oder zweistelligen Zahlen unterschieden. Diese lassen auch überhaupt keinen Hinweis mehr auf die "alte" Wärmewertkennzahl zu. Gleichzeitig weisen zusätzlich die Verkaufsunterlagen für jeden Motor die entsprechend passende Mehrbereichszündkerze aus. 

Für NGK-Zündkerzen gibt es eine einfache Faustregel:
Niedrige Wärmewert-Kennzahl (z.B. CR9E) "Heiße Kerze"
hohe Wärmeaufnahme, bedingt durch eine lange Isolatorspitze
Hohe Wärmewert-Kennzahl (z.B. CR10E) "Kalte Kerze"
geringe Wärmeaufnahme, bedingt durch eine kurze Isolatorspitze

Das Fazit: 
Hat Deine SP46 immer "heiß" zu tun, kühle sie mit der "kalten Kerze" CR10.
Fährt Deine SP46 sich selten richtig warm, ist eine  "heiße Kerze" CR9 sinnvoll.

Dienstag, 13. Januar 2015

Behandlungshinweise für Bleiakkumulatoren im Motorrad






Vor dem Einbau:
Vor dem Einbau oder Außerbetriebsetzung der Batterie, sollte die Ruhespannung* überprüft werden.
Ist die Spannung niedriger als 12,50 V , dann sollte die Batterie wie unter Punkt Ladung beschrieben nachgeladen werden.
Ist die Spannung höher als 12,50 V kann die Batterie in das Fahrzeug eingebaut werden. 

Ladung
Ladung von Blei-Säure-Batterien sollte generell mit geregelten Ladegeräten erfolgen. Bei verschlossenen (AGM oder GEL)-Batterien sind geregelte Ladegeräte zwingend erforderlich um eine Schädigung der Batterie zu vermeiden. 


Werden ungeregelte Ladegeräte (bei AGM und GEL Batterien nicht zulässig) verwendet, sollte der Ladestrom 10-15% der Kapazität (Batterie 10Ah = 1A bis max. 1,5 A Ladestrom) und die Ladezeit von 10 Std. nicht überschritten werden.
Eine Überwachung der Ladung ist zwingend erforderlich um eine Schädigung der Batterie zu vermeiden. (Gasung beachten – Elektrolytverlust) 
Werden geregelte Ladegeräte (bei AGM und GEL Batterien erforderlich) verwendet, sollte die Leistung des Ladegerätes, 15% von der Kapazität der Batterie (Batterie 10Ah = max. 1,5A) nicht überschreiten. Speziell bei geschlossenen Batterien kann die Nichtbeachtung der maximalen Werte zu dauerhafter Schädigung führen, was zur Erlöschung der Gewährleistungspflicht führt.

Lagerung
Bei Außerbetriebsetzung des Fahrzeuges (Überwinterung) muss die Ruhespannung* der Batterien mindestens bei 12,60 V liegen. Gegebenenfalls 
muss die Batterie wie unter Punkt 2 beschrieben nachgeladen werden.
Bleibt die Batterie im Fahrzeug eingebaut, muss die Ruhespannung ebenfalls 
überprüft und die Batterie gegebenenfalls nachgeladen werden. Eine Kontrolle 
alle 2 Monate ist erforderlich um eine Entladung der Batterie, hervorgerufen 
durch die unvermeidbare Selbstentladung (chemische Reaktion) und die zu 
versorgenden Standverbraucher des Fahrzeuges, auszuschließen. 
Bei keiner Kontrolle über längere Zeit, kann die Batterie eine zu tiefe Entladung erreichen, was den Ausfall der Batterie bedeuten kann und nicht als Reklamationsgrund anerkannt wird. 

*Ruhespannung = Effektive Spannung einer Batterie, die mindestens 4 Stunden keine Ladung erhalten hat.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Tipps zur Nutzung der HAWKER SBS8/PC310

Lieferzustand und Lagerung
Die Batterie wird gefüllt und geladen geliefert und ist nach dem Einbau sofort startbereit. Sie kann nicht geöffnet werden, ist wartungsfrei und bei normalem Betrieb (auch auf der Seite liegend) auslaufsicher. Sie ist im Lieferzustand bis zu 1 Jahr ohne Aufladen lagerfähig, da die Selbstentladung ca. 0,5% pro Monat bei 10° C beträgt.

Technische Daten
Abmessungen Länge 138 x Breite 86 x Höhe 103 (mm), Gewicht 2,7 kg, Kapazität 7,4 Ah, theoretischer Kurzschlußstrom 455 A, Entladestrom 56,8 A bis 2 Minuten, 34,6 A bis 5 Min., 22 A bis 10 Min., 5,4 A bis 1 Stunde. Gebrauchsdauer nach EUROBAT 12 Jahre (diese Angabe ist keine Betriebs-Garantie!) im stationären Betrieb, d. h. die Batterie ist fest eingebaut und während des Betriebes im vollen Ladezustand (Stand-By-Betrieb).

Einbau, Betrieb und Gebrauchsdauer
Die Batterieklemmen müssen zugentlastet angeschlossen werden, um das Risiko des Bruches der Polschrauben auszuschließen. Anzugsmoment der Schrauben 2,5 Nm. Die Kabel müssen ausreichend Kontakt haben und gegebenenfalls mit zusätzlichen elektr. leitfähigen Unterlegscheiben befestigt werden (kein Edelstahl). Eine zu kleine Kontaktfläche erzeugt höheren Widerstand und beeinträchtigt die Stromabgabe und kann die Kontakte übermässig stark erhitzen (Brandgefahr). Durch die Unterbrechung der Stromleitungen während der Motor läuft, kann die Lichtmaschine, der Gleichrichter oder die Blackbox beschädigt werden. Die Bauhöhe ist mit 103 mm geringer als bei der Original 14Ah-Batterie, so daß die Kabel zum Anschließen etwas tiefer verlegt werden müssen. Oder die Batterie wird auf einem Sockel höher gesetzt. ACHTUNG: Die Kabel dürfen nicht an den Kanten des Batteriekastens scheuern! Die SBS8 kann auch liegend betrieben werden (nicht auf dem Kopf stehend!!!). Sie ist auslaufsicher und verursacht keine Säureschäden beim Umkippen. Die von der Lichtmaschine an die vollgeladene Batterie abgegebene Erhaltungsspannung wäre optimal bei 13,62 Volt und soll 14,4 Volt nicht überschreiten (siehe dazu weiter unter Aufladen). Entsprechend ist gegebenenfalls der Regler einzustellen. Aufladen mit Überspannung, z. B. beim Fahrbetrieb schadet nicht, so lange die Batterie auch geladen wird, wie bei KFZ nach der Stromentnahme nach dem Anlassen. Diese Aufladezyklen bei KFZ sind typisch und verursachen bei jeder Batterie einen unvermeidlichen Verschleiß. Deshalb wird oben die Gebrauchsdauer nach Eurobat angegeben und ist keinesfalls eine Gebrauchsdauergarantie. Bei Motorrädern kann bei hohen Drehzahlen bis zu 15,5 Volt anliegen, was bei der SBS zur Ausgasung führt. Dies ist ohne besondere Änderung der Elektrik nicht zu vermeiden und verkürzt je nach Motorradtyp und Fahrleistung in km die Gebrauchsdauer. Die Batterie braucht während der Winterpause nicht ausgebaut zu werden, abklemmen empfehle ich trotzdem, um eine Entladung durch z. B. Kriechstrom, Uhr, Alarmanlage oder etc. zu vermeiden. Frischhalten ist unter diesen Bedingungen aufgrund der geringen Selbstentladung überflüssig. Aufladen mit konstanster Spannung (I-U-Kennlinie gemäß DIN 41773). Ladespannung während des Betriebes nicht höher als 14,4 Volt !

Kurzanleitung
Die SBS 8 soll nach der Stromentnahme sofort wieder geladen werden (sonst kann sie Schaden nehmen wie jeder andere Akku auch). Der Ladestrom für SBS-Batterien ist laut Hersteller bis 13,62 VLadespannung nicht begrenzt. Er fällt bei der SBS8 von anfangs ca. 1,5 A auf ca, 0,5 A und weniger ab. Bei entladener Batterie (unter 50% Kap.) nicht länger als 48 Stunden laden. Die Batterie ist voll ,wenn sie 12,8 bis 13 Volt hat. Diese Kontrollmessung sollte während des Ladevorgangs mehrmals durchgeführt werden und zwar erst nachdem die Batterie sich nach dem Abklemmen einige Minuten beruhigt hat. Ab einer Batterietemp. 45° C Ladevorgang unterbrechen und erst nach Abkühlung fortsetzen. Den Ladezustand prüft man einfach durch messen der Spannung ohne Last. Das Messergebnis muß bei voll geladenem Zustand zwischen 12,8 und 13 Volt liegen. Ist es weniger, muß geladen werden: 13,62 Volt ist die optimale Ladespannung (auch als Erhaltungsladespannung). 14,4 Volt geht gerade noch. Darüber wird es schädlich, da ab 14,4 Volt Sauerstoff aus der Säure gelöst wird und durch die Entlüftungsöffnung unwiederbringlich entweicht. Auf Dauer oder bei häufigem Laden mit Überspannung (>14,4 Volt) führt das zum dauerhaften Kapazitätsverlust der Batterie und verkürzt die Gebrauchsdauer. Der Ladestrom ergibt sich aus dem Ladezustand der Batterie. Ein Ladegerät mit mehr als 0,8 Ampere schadet nicht, solange die Ladespannung (I-U-Kennlinie) eingehalten wird. Bei Überspannung zum Schnelladen ist der max. erlaubte Strom des Ladegerätes auf 10 A/100Ah (hier also ca. 0,7 A) zu begrenzen.

Anwendungserfahrungen
Die SBS 8 genügt auch für große Motorräder. Erfolgreich getestet wurde die Batterie sogar beim Anlassen einer Chevrolet Corvette und einem Chrysler Voyager 3,0. Die Kapazität der SBS8 von 7,4 Ah reicht aus um jedes Motorrad zu starten. Die SBS8 läßt durch die höhere Energiedichte bei kleinerer Bauweise einen vergleichsweise hohen Kurzschlußstrom zu. Der sonstige Stromverberbrauch eines Motorrades ist relativ niedrig. Während der Fahrt übernimmt die Lichtmaschine die Energieversorgung. Nur bei höherem kurzfristigen Strombedarf und als Speicher kommt die Batterie während des Fahrbetriebes ins Spiel. Bei niedrigen Temperaturen um oder unterhalb des Gefrierpunktes liefert die SBS8 gegenüber herkömmlichen Akkus erheblich höheren Strom zum Anlassen des Motors ohne Abfall der Spannung. Achtung: übermäßig häufiges oder langes Anlassen des Motors erschöpft die Kapazität (7,4Ah) schneller als bei den herkömmlichen vergleichsweise größeren 14Ah-Akkus. Häufige Kurzstreckenfahrten genügen möglicherweise nicht aus, um die für das Starten verbrauchte Energie wieder rechtzeitig in die Batterie zu laden.


HAWKER BATTERIE PC310

Preis: € 172,00
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

BESTELLEN - BUY
www.hessler-motorsport.de - HAWKER Batterie PC310
Gewicht sparen leicht gemacht... 2,7 Kg und nicht temperaturabhängig wie die Lithium Ionen Batterien!
Natürlich müssen die Kabelschuhe angepasst werden und der entstandene Leerraum muss aufgefüllt sein - klappern soll nix!

ACHTUNG!
Bitte auf die Position der POLE ACHTEN (PLUS IST AUF DER LINKEN SEITE)

- wartungsfreie verschlossene Bleibatterie
- während der gesamten Gebrauchsdauer kein Nachfüllen von destiliertem Wasser erforderlich
- 3-4fach höhere Startströme
- bei -40°C noch 50% Startleistung
- hohe Schock- und Vibrationsresistenz
- Einbau und Betrieb in jeder Position möglich

Zum Laden der Hawker Batterien empfehlen wir unsere CTek Ladegeräte - siehe Kategorie DR Werkzeug!

Technische Daten:
- 12 V
- Kapazität 8 Ah
- Maße in mm 138 x 86 x101
- Startstrom 100 A
- Gewicht 2,7 kg
- Buchse M4

Hawker Energy - Technik und Geschichte

Entstehung
Im Jahr 1973 hat die Gates Corporation USA Reinbleizellen erfunden und vorgestellt. Die Reinheit des Materials dieser Bleiakku-Technologie sorgt anfangs für höhere Kosten, wird jedoch im Laufe der Jahre durch die Vorteile in der Leistung, lange Gebrauchsdauer, höhere Zuverlässigkeit und verminderte Systemausfälle wieder ausgeglichen. Herkömmliche Batterien besitzen nicht die flexiblen Ladeoptionen, Schnelladung und verkraften Tiefentladung nicht so gut.

Reinblei-Zinn-Batterie
Der Reinblei-Zinn-Akku ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Batterie. Die größere Packungsdichte und dadurch bedingte erhöhte Kapazität werden durch dünnere Platten ermöglicht. Die Batterie ist auch bei hohen Strömen spannungsstabil und daher als Starterbatterie bestens geeignet. Außerdem sind die Hawker-Batterien durch den inneren Aufbau weniger vibrationsempfindlich!.

Aufbau
Positive und Negative Elektrode sind dünne Platten in Reinblei-Zinn-Technologie, zwischen ihnen befindet sich ein Glasfaservlies mit dem Elektrolyt (Säure, kein Gel!). Mit diesem Sandwichprinzip erreicht man mehr Oberfläche im Inneren der Batterie. Der Batteriemantel aus Acrylbutadienstyrol (ABS) ist stabil konstruktruiert.

Widerstandsfähigkeit
Gehäuse und innere Zusammensetzung erlauben den Batterien Extremsituationen zu überstehen. Auch hohe Temperaturen machen den Hawker-Batterien nichts aus. Durch die speziellen Anforderungen im privaten und militärischen Bereich wurden von Beginn an hohe Stoß- und Vibrationswiderstandsfähigkeit berücksichtigt.

Anwendungstemperatur
Hawker Batterien können auch bei hohen Umgebungstemperaturen eingesetzt werden, da die Reinblei-Technologie sich den chemischen Reaktionen länger als normale Batterien widersetzt. Auch bei Temperaturen von –20° Celsius beträgt die Kapazität das doppelte von normalen Batterien.

Entladespannungsprofil
Die Hawker-Batterien erlauben eine gleichmäßige Energieabgabe ohne Spannungseinbruch.

Schnelladung
Die Hawker-Batterie mit ihrer Reinblei-Zinn-Chemie bieten die höchste Ladeeffizienz aller Bleibatterien auf dem Markt

Tiefentladung
Hawker-Batterien haben den Tiefentladungstest nach DIN bestanden, der in einem 28-tägigen Test mit einer Last und einer begrenzten Standby-Spannungserholungsladung abläuft. Darüber hinaus haben Hawker-Batterien diesen Test weitere 56 Tage überstanden.

Die Vorteile der HAWKER SBS8/PC310
- leicht
- starker Strom, auch bei niedrigen Temperaturen, spannungsstabil
- geringe Selbstentladung
- auslaufsicher
- wartungsfrei
- lange Gebrauchsdauer


Lieferbedingungen, Gewährleistung
Mit dem Versand der Batterie geht die Gefahr insbesondere des Einbaus und Betriebes auf den Kunden über. Über die gesetzliche Gewährleistung hinaus wird keine Garantie gewährt. Die folgenden technischen Angaben sind den Datenblättern des Herstellers entnommen für die hier keine Gewährleistung übernommen wird. Änderungen sind vorbehalten. Einbau- und Wartungshinweise sind zu beachten. Der Versand erfolgt per Post, da Klassifizierung als "Trockenzellen". Gemäß der Batterieverordnung §6 wird für dieses als Starterbatterie einzusetzende Produkt mit der Lieferung an den Endverbraucher das gesetzliche Pfand von zur Zeit € 7,50 fällig. Das Pfand wird zusätzlich zum Verkaufspreis erhoben und rückerstattet bei Rückgabe der Batterie oder Nachweis der Rückgabe bei einer anderen geeigneten Stelle. Der Nachweis für die Rückgabe bei einer anderen Stelle kann durch Vorlage des Annahmebeleges der Annahmestelle oder durch Vorlage des Lieferscheines oder der Rechnung mit dem entsprechenden Stempel der Annahmestelle erfolgen.

HRT-Nockenwellen – Einbauhinweise

Sehr geehrter Kunde, mit der HRT-Nockenwelle haben Sie ein Präzisionsteil erworben, welches einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterliegt. Bei ordnungsgemäßer Montage werden Sie über Jahre hinweg mit unserem Produkt zufrieden sein. Um eine einwandfreie Funktion der HRT-Nockenwelle gewährleisten zu können, lesen Sie bitte vor der Montage die Einbauhinweise sorgfältig durch. Sollten nach dem Durcharbeiten der Einbauanleitung dennoch Fragen auftauchen, rufen Sie uns bitte an, wir helfen Ihnen gerne weiter. 


1. Verwenden Sie beim Einbau einer neuen Nockenwelle immer neue Nockengegenläufer (Kipphebel), denn nur dann ist ein optimaler Einfahrvorgang der neuen HRT-Nockenwelle und damit eine hohe Lebensdauer garantiert.

2. Die einzelnen Nocken und die Nockengegenläufer vor der Montage gut mit Öl benetzen, besser noch mit MoS²-Fett bestreichen.

3. Sorgen Sie dafür, dass der Motor unmittelbar nach Betätigung des Anlassers anspringt. Die Nockenwelle kann beschädigt werden, wenn Sie den Motor nach dem Einbau der neuen Welle zu lange oder ohne Zündung starten.

4. Ein Trockenlauf während der ersten Sekunden nach dem Einbau würde den sicheren Defekt der neuen Welle bedeuten. Achten Sie darauf, dass der Motor unmittelbar nach dem Anlassen Öldruck hat. Lassen Sie den Motor die ersten 15 Minuten nicht unter 1500 U/min. laufen! Am günstigsten sind Einlaufdrehzahlen zwischen 2000 und 3500 U/min., weil dort die Flächenbelastung am Nocken am geringsten ist. 
Wir empfehlen ein Einfahren gemäß der von Suzuki vorgegebenen Maximaldrehzahlen für neue Fahrzeuge.

5. Überprüfen Sie beim Einbau einer neuen Nockenwelle stets auch die Ventilfedern (Federbrüche etc.).

6. Stellen Sie das Ventilspiel gemäß den Angaben auf dem Datenblatt bzw. gemäß den Spezifikationen der Fahrzeughersteller ein. Die Toleranzen der Einstelldaten sollten 0,05 mm nicht überschreiten.

7. Ziehen Sie alle Muttern und Schrauben mit Hilfe eines Drehmomentschlüssels auf die von den Motorenherstellern angegebenen Nenndrehmomente an.

8. Wechseln Sie nach dem Einlaufvorgang, also nach ca. 1 – 2 Betriebsstunden das Motorenöl incl. Ölfilter, um den hierbei entstandenen Metallabrieb vollständig aus dem Motor zu entfernen.




9. Wir übernehmen keine Gewährleistung bei der Benutzung von verstärkten Ventilfedern. Durch den damit verbundenen erhöhtem Flächendruck auf den Nockenwellen und Kipphebeln ist ein deutlich höherer Verschleiß zu erwarten.

Dienstag, 6. Januar 2015

Öltemperatur messen - bei Luft/Ölkühlung nicht verkehrt!

Im Normalfall braucht man sich auch bei der DR 650 - dank des SUZUKI SACS Ölkühlsystems - um die Öltemperatur keine Sorgen zu machen.


Nur was ist denn der "Normalfall"?

Der großzügig ausgelegte Öl-Kühlkreislauf der DR hat nämlich zur Folge, das bei niedrigen Außentemperaturen die Öltemperatur bis unter 60 Grad sinkt! Das ist sehr schlecht, weil dann die Kondenswasserbildung einsetzt, das Öl nicht im optimalen Viskosebereich arbeitet und verschiedene Additive ebenfalls nicht optimal wirken können.
Andererseits hat ein luftgekühlter Motor sein Limit, wenn die Außentemperatur zu hoch wird. Im Gegensatz zu wassergekühlten Motoren hat das "Multitool" Öl schneller sein Limit erreicht und wenn die Öltemperatur über 120 Grad steigt, kann das Öl so dünnflüssig werden, das der Ölfilm reißt.

Nun wäre mindestens für Alle, die sich außerhalb des Normbereiches (gemäßigte Wochenendtour bei 20 Grad) bewegen, die wirkliche Arbeitstemperatur der Motoröls interessant.

Aus diesem Grund haben wir unseren HRT ÖLTEMPERATURSENSOR ADAPTER entwickelt. Diesen muss man nur am Zylinderkopf am Anschluss der Ölleitung einsetzen - fertig!

DER VORTEIL:
Der Messpunkt befindet sich am Kopf, da wo das Öl arbeiten muss und die Temperatur entscheidend ist. Die Temperatur in der Ölwanne ist nämlich nach getaner Arbeit gemessen und daher falsch! Der Ölfluss aller DR verläuft entsprechend des von SUZUKI patentierten SACS Ölkühhlsystems: Ölsumpf - Pumpe - Filter - Kühler ( jetzt kommt unser Sensor) - Schmierstellen am Zylinderkopf.

Der Adapter wird mit den passenden Schrauben und dem O-Ring geliefert, der Sensor muss extra bestellt werden.

Wer bereits einen Sensor hat:
Es passen ALLE Sensoren mit dem Gewindemass M10x1.0 mm (natürlich auch alle Touratech Sensoren für den IMO )
und
Es passen ALLE Sensoren mit dem Gewindemass M10x1.5 mm (z.B. VDO Sensoren )

Die DR 650 Lösung!

Der Öltemperatursensor passt natüüürlich :-) auch auf die DR650 Modelle! Er wird hier beim Anschluss der Ölleitung vor dem Ölfilter eingesetzt- fertig!

Die DR 650 SP46 Lösung!

Tipp von Günter: Zumindest bei der Dr 650 SE (SP46) kann man den Adapter prima am oberen Anschluß der Ölkühlers einbauen. Er sitzt dann geschützt zwischen Kühler und Rahmen und man mißt, die Öltemperatur nach dem Kühler und vor der Arbeit im Zyko und erhält so einen aussagekräftigen Wert.

ACHTUNG bei falscher Montage Motorschaden!
Der Ölsensor Adapter wird immer OHNE Sensor geliefert (Adapter eben ;-) ) Es darf KEIN Sensor den Querschnitt der Bohrung verringern, durch welches das Öl fliesst! Falls der Sensor etwas länger ist, bitte mit Unterlegscheiben so ausgleichen, dass der Querschnitt wieder 100% ist! 


Zum Schluß: Was kann man tun bei Extremen Öltemperaturen?

Zu kaltes Öl bekomme ich schneller warm, indem ich den Kühler einfach abdecke - ob teils oder gesamt notwendig wird kann ich ja an der Öltemperatur sehen. Die Abdeckung vorm Ölhühlergitter oder zwischen Kühler und Gitter schieben, fertig. 4 Kabelbinder halten eine leichte Kunststoffplatte locker.

Zu heißes Öl bekomme ich nur kühl, indem ich die Motorlast verringere (langsamer, weniger Drehzahl) und trotzdem Kühlluft gebe. Daher NICHT stehenbleiben, wenn die Motortemperatur zu hoch wird! Motor laufen lassen - die Ölpumpe bewegt das Kühlmittel! Großer Gang, wenig Gas, viel Luft ist das Rezept!