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Dienstag, 20. November 2018

Der DR650SE SP46 LEERLAUFSCHALTER(-Bug)

Jede DR 650 hat einen! Den Leerlaufschalter, den Zwerg, welcher klein und schwarz im Motor klemmt, um dir mit der grünen Lampe im Cockpit anzuzeigen: kannst jetzt im Stand die Kupplung loslassen... 😎

Aber NUR die SP46 hat damit ein Problem. Genau genommen ist es nicht der Schalter selbst, nur seine schlampige Befestigung am Motorgehäuse der SP46.
Keine Ahnung, welcher irrsinnige Sparzwang die schicke, aufwändige Befestigungsschraube der alten DR 650 Motoren (SP41-45 Modelle)  - die hatte zusätzlich einen Federring mit Unterlegscheibe dran - gegen eine ganz einfach Schraube OHNE Scheibe und Federring getauscht hat.

Leerlaufschalter DR650 SP41-42-43-44-45



Das Ergebnis ist jedenfalls  - zusammen mit dem fehlenden Schraubenkleber - das sich diese Schrauben lose rappeln und im Ölsumpf abtauchen. Der Schalter rutscht zu Seite und lässt die dahinter liegende Feder und den Kontakt-Pin frei, die hoffentlich auch im Ölsumpf absacken und nicht noch mehr Zerstörung anrichten!

Diagnose? Ist einfach! Die Leerlauflampe leuchtet nicht (mehr) im Leerlauf, obwohl die Lampe selbst ganz ist und die Kabel samt Steckverbinder auch OK sind.

Dann muss der der Kupplungsdeckel ab, die Kupplung muss zerlegt und auch der Kupplungskorb ausgebaut werden -  dahinter versteckt sich der Leerlaufschalter.

Meine Empfehlung ist einfach: Nimm guten Schrauben  - des alten Modells, klebe sie mit Loctite 243 mittelfest ein, und das Problem ist gefixt.

Leerlaufschalter DR650SE SP46


Bevor es an das Zusammenschrauben geht, unbedingt den Ölsumpf nach "Flüchtlingen" absuchen!
Folgeschäden sind dann damit ausgeschlossen.

Materialbedarf
1x Schraubensatz Leerlaufschalter HRT
 http://www.dr-big-shop.de/1490.html
1x Kupplungsdeckeldichtung
http://www.dr-big-shop.de/721.html
Je nach Bedarf eine Kiste Bier, Zigaretten oder Schokolade für die Nerven
... und trotzdem etwas Geduld
Wir brauchen so um die 45 min - je nach Suchaktion. (der günstigste Fall ist ein lockerer, aber noch mit Schrauben gehaltener Schalter)

Montag, 5. November 2018

Scheinwerfer korrekt eingestellt?

Nachdem die Uhren an der Reihe waren, ist es jetzt vielleicht auch an der Zeit seinen Scheinwerfer zurückzustellen. Gerne wird insbesondere zur Urlaubszeit darauf hingewiesen, die Scheinwerfer zwecks Blendungsfreiheit anderer Verkehrsteilnehmer bei höherer Zuladung oder im Soziusbetrieb korrekt einzustellen. Doch wird anschließend auch der „Normalzustand“ wiederhergestellt? Gerade jetzt im Herbst, also der dunkleren Jahreszeit, ist es wichtig, die Scheinwerfer für eine optimale Ausleuchtung eingestellt zu haben. Unabhängig von der „Beladungseinstellung“ sollte der Scheinwerfer auf jeden Fall so eingestellt sein, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird!

Neuere Motorräder verfügen teilweise über automatische Leuchtweiten-Regulierungen, so dass eine eigene Überprüfung hier nicht notwendig ist. Wer solche Assistenz nicht an Bord hat, kann das selbst erledigen. Aber wie?

Benötigt werden dafür ein Bandmaß oder Gliedermaßstab („Zollstock“), Kreide oder Kreppband und eine zweite Person (Helfer). Das Motorrad wird nun auf ebenem Untergrund im rechten Winkel so vor eine Wand gestellt, dass der Abstand zwischen Scheinwerferglas und Wand exakt fünf Meter beträgt. Mit der Kreide oder dem Kreppband wird nun die verlängerte Längsachse des Motorrads senkrecht (vertikale blaue Linie in Skizze) an der Wand markiert. Bevor jetzt die Scheinwerferhöhe gemessen wird, sollte sich der Fahrer auf das Motorrad setzen (bei der Scheinwerfer-Einstellung für den Soziusbetrieb etc. ist an dieser Stelle die jeweilige Zuladung auf dem Motorrad mit von der Partie). Der Helfer misst jetzt die Höhe vom Boden bis zur Scheinwerfermitte und markiert an der Wand auf dieser Höhe einen Querstrich (horizontale orangefarbene Linie in Skizze). Genau fünf Zentimeter unter dieser Horizontalen wird parallel eine zweite Linie markiert (grüne Linie in Skizze). Jetzt wird überprüft … Die Hell-Dunkel-Grenze des an der Wand auftreffenden Scheinwerferlichts sollte genau auf der unteren Linie liegen. Ist dies nicht der Fall, muss der Scheinwerfer neu eingestellt werden (siehe Bedienungsanleitung). Bei dieser Gelegenheit bitte auch gleich das Fernlicht überprüfen. Hier sollte der hellste Punkt an der Wand genau im Schnittpunkt der vertikalen und oberen horizontalen Linie liegen.

Tipp: Eine Wand in einer (Tief-) Garage leistet dabei gute Dienste!

Das Prozedere klingt aufwändig, dauert aber nicht lange und ist gut investierte Zeit mit Blick auf die Verkehrssicherheit, denn oftmals sind es Kleinigkeiten, die kritische Situationen im Straßenverkehr bedingen. Selbstverständlich kann man auch zur Werkstatt um die Ecke fahren und das Ganze den Fachleuten überlassen. Neben der (sofern notwendigen) Leuchtweitenregulierung sollte die Funktionsprüfung der gesamten Lichtanlage für jede Fahrerin und jeden Fahrer zum regelmäßigen Standard-Check gehören (also auch Blinker, Rücklicht, Bremslicht und Kennzeichenbeleuchtung).

Quelle:



ifz-Team

Dienstag, 25. September 2018

Kotflügel...

Der Begriff Kotflügel stammt aus einer Zeit, als wir noch mit Kutschen unterwegs waren. Da gab es nämlich nicht nur den (heute bei Endurofahrern) beliebten Schlamm auf den Wegen, sondern auch ´ne Menge Pferdeäpfel 😁 Die Kutschen bekamen daher Abdeckungen über den Rädern, die an Flügel erinnerten. Und diese Kotflügel verhinderten, das Kutschenpersonal und Passagiere besch... aussahen.

Heute gibts auch wieder schöne Flügel.

Zum Beispiel in weiss (oder auch schwarz und gelb). Wir benutzen zum Verschönern unserer DR -Umbauten nämlich sehr gern unseren RM-Z Kotflügel vorn.

RM-Z Kotflügel vorn im BIG SHOP

DR 350 Rallye:



DR 650 Rallye:










Mittwoch, 7. Februar 2018

DR 650SE / SP46 und die Anlasser - Rutschkupplung

Die DR 650SE KANN mal Schwäche zeigen: Das Anlassergetriebe wurde zeitweise von Suzuki -sagen wir mal ... etwas sparsam bestückt.

Die Rutschkupplung nach dem Anlasser, welche bei zu hohen Drehmomenten im Anlassergetriebe nachgibt, wurde einfach weggelassen und durch ein simples Zahnrad ersetzt.



Die Folge: Bei ungünstigen Kombinationen von Kolbenstellung und Anlassversuch, öfter aber auch bei schlecht eingestellten Ventilspiel und/oder Vergaser schlägt´s beim Anlassen mit Gewalt auf das Anlassergetriebe und den Anlasserfreilauf ein.

Schäden sind dabei nicht auszuschließen, besonders wenn dieser Umstand regelmäßig auftritt.
Hier siehst Du schon, ohne Fachmann zu sein: Ein sauber eingestellter Motor bringt schon mal 80% Sicherheit. Willst Du GANZ sicher sein, so musst Du das simple Zahnrad gegen den Freilauf wechseln: Die Kosten dafür liegen bei ca. 200 Euro für den Freilauf und 500 Euro für den Anlasser - ohne Arbeitsaufwand. Der hält sich allerdings in ein Grenzen - Öl ablassen, Limadeckel auf , Anlasser und Freilauf wechseln und alles wieder zusammenschrauben.

WICHTIG
Wenn Du NUR den Anlasserfreilauf wechselst, ohne den Anlasser zu tauschen, so greift die Anlasserwelle nicht komplett in die Rutschkupplung ein. Das System funktioniert- zunächst und auch nicht richtig...

Bleibt noch die Frage: Wer ist betroffen?

Der Modelltyp SP46B wurde ab dem Modell T/V und dann wieder ab dem X Modell (ab FIN JS1SP46A000503729) mit einer Anlasser-Rutschkupplung ausgeliefert.
W/X Modelle hatten keine Anlasser-Rutschkupplung. Ein Umbau ist recht kostenintensiv, da auch der Anlasser getauscht werden muss (andere Verzahnung).

Also:

W/X-Modelle bis FIN JS1SP46A000503729 ohne Rutschkupplung

ab X-Modell (FIN JS1SP46A000503729) mit Rutschkupplung



Mittwoch, 17. Januar 2018

Winterreifen/ M+S / Anderungender StVZO ab 2018 für Motorräder

WICHTIGE ÄNDERUNG StVZO ab 2018 für Motorräder



Ja, die unsinnige Winterreifenpflicht für Motorräder wurde aufgehoben.

Jedoch hat die Neuerung wieder einmal nur den Fokus auf die Mehrspurfraktion.

Man kann jetzt lamentieren und die Schuld beim Gesetzgeber suchen, ABER, einige Reifenhersteller haben es schlicht versäumt, in den jahrelangen Diskussionen zur Reform der Winterreifenpflicht, die Interessen der Zweiradkollegen auch mit einzubringen.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und der §36 StVZO wurde überarbeitet.

Die aktuellen internen Versuche der Verbände, hier noch etwas zu verändern, oder gar abenteuerliche Interpertationen der neuen Regelung zu konstruieren, hilft dem Motorradfahrer jetzt wenig.

Was war, bzw. ist passiert?

Wir erläutern jetzt nicht das Thema Winterreifen-Pflicht, sondern was ändert sich für die Motorrad-Fahrer grundsätzlich.

Die Zweirad-Reifenhersteller nutzten über Jahrzehnte eine Gesetzeslücke, die der Gesetzgeber nun (ob richtig oder falsch) geschlossen hat.

Aufgrund ihres grobstolligen Profils können Off-Road-Reifen (Bsp. Conti TKC80, Heidenau Scout, Metzeler Karoo, Michelin Anakee Wild uva.) nur eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit schadlos überstehen.

Damit der Kunde diese Reifen trotzdem nutzen konnte, prägten die Reifenhersteller ein M&S-Symbol auf die Seitenwand und nutzten eine alte Winterreifenregelung (§36 StVZO alt).
Dieser § erlaubte, Reifen die eine M&S-Eignung haben, auch auf Fahrzeugen zu montieren, die eine deutlich höhere Endgeschwindigkeit aufweisen. (Allen bekannt vom PKW...Aufbringen eines M&S-Geschwindigkeitsaufklebers am Tacho erforderlich)

Da diese M&S-Eignung lediglich auf Zugwerten eines uraten Uniroyal basierte und von einem groben Profil sprach, fummelten die Motorrad-Reifenhersteller einfach dieses M&S Zeichen auf die Seitenwand und flux konnte jeder Grobstöller auch auf leistungsstarken-schnellen Fahrzeugen gefahren werden.

Das ist ab dem 01.01.2018 vorbei!!!!

§36 StVZO  neu, erlaubt dies in Zukunft nur noch, wenn der Reifen seine Wintereigenschaften durch das genormte Schneeflockensymbol nachweist.

§36 StVZO NEU

Na kein Problem, denkt nur der Kunde, sollen die doch dann einfach die Schneeflocke einprägen (der türkische Reifenbauer Anlas hat das doch schmerzfrei auch gemacht).

Weit gefeht!!
Wie alles, ist auch die Schneeflocke in der EU genormt, eine Prüfung für Einspurfahrzeuge ist hier nicht vorgesehen.

Das bedeutet nun im Klartext:

Reifen mit der alten M&S-Kennung dürfen auf Motorrädern, deren Höchstgeschwindigkeit höher als der Speedindex des Reifen ist, ab dem 01.01.2018 nur genutzt werden, wenn sie vor dem 31.12.2017 produziert wurden, also DOT 2017 besitzen.
Diese Reifen können dann noch bis 2024 abgefahren werden.

Reifen mit DOT 2018 und jünger, müssen ab dem 01.01.2018 mindestens den gleichen Speedindex aufweisen, wie der Speedindex, der in den Fahrzeugpapieren vermerkt ist.

Bsp. Yamaha XT 1200 Z Super Tenere

110/80B19 59T (M&S) Heidenau K60 Scout aus DOT 2017 und früher...kann genutzt werden bis 2024
110/80B19 59T (M&S) Heidenau K60 Scout aus DOT 2018 und jünger...darf nicht mehr genutzt werden.

Ganz lustig wird es für die BMW-GSler oder RnineTler.
In den Fahrzeugpapieren (NUR ECE-Papieren) hat BMW Reifen mit M&S-Kennung eingetragen...jedoch NUR dort.

Nutzt jetzt ein GS-ler diese Reifen oder bestellt gar eine 2018 GS mit dieser Bereifung ab Werk, ist aktuell fraglich, wie er den Kontrollorganen (TÜV oder Polizei) klarmachen will, ob er das denn darf. Denn nach der StVZO darf er es ab 2018 (mit Reifen ab 2018) eben nicht mehr!!!!!

Unsere Anfrage bei diversen Innenministerien der Bundesländer ergab....no comment..

Es bleibt in diesen Fällen also abzuwarten, wie es der Gesetzgeber nun schafft, den §36 neu in 2018 umzusetzen und ob nun ECE-Genehmigungen nationales Recht (StVZO) ausser Kraft setzen. (in Italien haben die nationalen Gesetze zur Sommerreifen-Pflicht, es getan).

Heidenau und Continental haben uns versichert, in 2017 ausreichend Reifen zu produzieren, um in 2018 genügend Reifen aus DOT 2017 für ihre Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Quelle: moppedreifen.de

Und ein Update dazu!
Natürlich gibts immer eine "Hintertür" ...
Für alle Fahrzeuge mit EG-Typgenehmigung erlaubt die EU die Verwendung von Reifen mit geringerem Speedindex. Und dann ist es egal, was in der StVZO steht.

Das oben geschilderte Problem betrifft also nur Motorräder  OHNE EU- Betriebserlaubnis, wie alle "alten" Reiseenduros der 80er und frühen 90er Jahre (einfach Zulassung prüfen).

Wenn diese Bikes mit Vmax 160km/h oder geringer angegeben sind (wie die DR 650 z.B.) sind zumindest R-Reifen (bis 170 km/h) ohnehin kein Problem.